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9. Bericht aus dem Friedrichrodaer Stadtrat

10. Stadtratssitzung am 19. Juni 2025

Liebe Friedrichrodaerinnen und Friedrichrodaer,

wie gewohnt möchte ich Sie über die wichtigsten Inhalte und Beschlüsse der letzten Stadtratssitzung vom 19. Juni 2025 informieren, die erneut im katholischen Pfarramt Friedrichroda stattfand.

Zu Beginn bilanzierte der Bürgermeister seinen Terminkalender der letzten knapp drei Monate. Den eigentlichen Auftakt bildete eine ausführliche Fragestunde, in der Bürgerinnen, Bürger und Stadtratsmitglieder verschiedene Anliegen vorbrachten. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die Aufforstung unserer Wälder, der aktuelle Stand rund um Schloss Reinhardsbrunn, die Zukunft des Sportplatzes sowie Fragen zur Organisation unserer Feuerwehr. Die rege Beteiligung zeigt, wie groß das Interesse und Engagement in unserer Stadt sind – dafür ein herzlicher Dank!

Im Anschluss wurde die Tagesordnung abgearbeitet. Unter anderem wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Vereinbarung zum Bau- und Kulturdenkmal Schloss und Park Reinhardsbrunn: Mit dieser neuen Vereinbarung wird ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Sicherung und Entwicklung dieses bedeutenden historischen Ortes gegangen.
  • Dauerbeflaggung vor dem Rathaus: Künftig wird dauerhaft vor dem Rathaus geflaggt – als sichtbares Zeichen für unsere demokratischen Werte und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung (Antrag der THP-Fraktion).
  • Anpassung der Eintrittspreise für das Heimatmuseum Friedrichroda und das Museum in Finsterbergen: Ziel ist es, die wirtschaftliche Tragfähigkeit beider Einrichtungen angesichts gestiegener Personal- und Betriebskosten zu verbessern – vor dem Hintergrund, dass die letzte Preisänderung im Jahr 2010 erfolgte. Dabei soll die Zugänglichkeit für Besucherinnen und Besucher weitestgehend erhalten bleiben.

Besonders gefreut habe ich mich über die sehr große Zustimmung zu unserem Antrag „Barrierefreie Stadtentwicklung in Friedrichroda – Inklusion aktiv gestalten“. Damit bekennt sich die Stadt klar zum Ziel, die kommunale Infrastruktur Schritt für Schritt barrierefrei auszubauen. Der Antrag enthält folgende Maßnahmen:

  • Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Ausschuss für Kur, Kultur, Tourismus, Umwelt und Soziales ein integriertes Konzept „Barrierefreies Friedrichroda“ zu erarbeiten. Dieses soll bestehende Barrieren identifizieren und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen vorschlagen.
  • Themenschwerpunkte sind der öffentliche Raum und Verkehr (z. B. Gehwege, Bushaltestellen, öffentliche Toiletten), öffentliche Gebäude (z. B. Rathaus, Kultur- und Sporteinrichtungen) sowie das Wohnumfeld und Freizeitangebot.
  • Zur Einbindung der Perspektiven betroffener Gruppen wird ein regelmäßiger Runder Tisch Barrierefreiheit eingerichtet – unter Beteiligung von Menschen mit Handicap, deren Angehörigen, Seniorenvertretungen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik.
  • Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU zu prüfen und – sofern möglich – entsprechende Fördermittel zu beantragen.

Dass sich diese Zielsetzungen angesichts einer angespannten Haushaltssituation nicht von heute auf morgen umsetzen lassen, ist uns bewusst. Dennoch wollten wir mit diesem Antrag ein deutliches Zeichen setzen: Barrierefreiheit ist uns ein wichtiges Anliegen, und wir möchten Schritt für Schritt daran arbeiten, Friedrichroda für alle Menschen zugänglicher und noch lebenswerter zu gestalten.

Ich danke allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und werde Sie selbstverständlich auch künftig über die Entwicklungen im Stadtrat informieren.

Die nächste Stadtratssitzung findet voraussichtlich am 28. August 2025 statt. Auch darüber werde ich Sie gern wieder auf dem Laufenden halten. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer – bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße
Ihr

Hans-Georg Creutzburg
Stadtrat und 2. Beigeordneter von Friedrichroda